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Projektschule für Niederdeutsch

Das BRG ist seit 2017 „Projektschule für Niederdeutsch“. Plattdeutschbeauftragter der Schule ist Herr Matthias Block. Für das Projekt als „Starterschule für Niederdeutsch“ nahm Herr Block an einer zweijährigen Fortbildungsmaßnahme teil. Ansätze der Fortbildung waren die Vertiefung der eigenen Sprachkompetenz der regionalen plattdeutschen Sprache und die Erweiterung des Basiswortschatzes. Ebenso wurden Grundlagen für plattdeutsche Theaterarbeit, Plattdüütsch lesen im Unterricht, methodische und didaktische Ansätze im Deutschunterricht und einer AG vermittelt.

Plattdeutsch, oder auch Niederdeutsch genannt, ist die alte deutsche Sprache, welche in Norddeutschland noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts größtenteils gesprochen wurde. Plattdeutsch ist somit kein Dialekt, sondern bildet eine eigene Sprache, welche zunehmend nicht mehr gesprochen oder beherrscht wird, regionalen Besonderheiten der plattdeutschen Sprache werden in wenigen Jahrzehnten verschwinden.

Seit 2017 wurde die Plattdeutsch-AG am BRG ins Leben gerufen und epochal angeboten. Die Kursgröße variiert von drei bis 20 Teilnehmern. Je nach Wunschlage werden plattdeutsche Texte gelesen und übersetzt, ein Basiswortschatz im Plattdeutschen erarbeitet, plattdeutsche Sprichwörter erlernt, niederdeutsches Kurztheater erprobt, alte plattdeutsche Rezepte in der Küche der Oberschule ausprobiert, auf Plattdeutsch beim Bäcker eingekauft, Kurzfilme auf Plattdeutsch gedreht, oder es werden Texte für den plattdeutschen Vorlesewettbewerb eingeübt. Unterstützt wird das Angebot durch einen Stundenhilfefond der Landesschulbehörde.

 

„Plattdeutsche Projekte“ am BRG:

  • Beteiligung an der Schulveranstaltung „Lesenacht der 5. Klassen“
  • Beteiligung an der Schulvorstellung „Plattdeutsch-AG
  • Plattdeutsche Musikbeiträge vom Schulchor
  • Teilnahme Plattdeutscher Vorlesewettbewerb
  • Wir machen die Schule „platt“
Selbstgedrehte plattdeutsche Lehrfilme
Plattdeutsche Rezepte

Klicker – Klacker/Mehlklüten in Melksupp

Dat bruckst du:

  • 1 - 2 Eier
  • 1 l Melk
  • ´n beten Salt
  • ´n beten Zucker
  • 5 Etlöpel Mehl

So geiht dat:

De Melk warm moken. In de Twischentied de Eier in een Schöttel slagen. Zucker, Mehl, Salt und een Sluck Melk dortodoon. Dat mutt öllich toog ween. In de heete Melk lepelwies den Deeg dartodoon. Du schrapst jümmer wat vun een Leepel mit een annern Lepel af un lotst denn de Klüten in de Melk fallen. Dat geiht beter, wenngliek de Lepel heet sünd. De Melk dröff nu nich mehr kaken, süst gevt dat en Malöör. Dat duert nu keen 10 Minuten, denn swümmt de Klüten al baven. Nu kunnst du de Supp ok al eten, villicht mit Zucker un Zimt.

Lat di dat man smecken.

Plattdüütsche Sprichwöör – diese Kommentare passen immer

Dor ward de Hund in de Pann verrückt

Tja, wat mutt dat mutt

Do, wat du wullt, de Lüüd snackt ja doch

Wat de Buur nich kennt, dat fritt he nich

Kinners un besoopen Lüüd seggt jümmer de Wohrheit

Laat di man Tiet is ok´n Walzer

De beste Krankheit döggt nix

Wat schast maken, schittst in´t Bett, schittst in´t Laken

Plattdeutsches Kurztheater

Kotte Hoor     (2  Speeler)

Twee Deerns droopt sick.

Andrea:           Oh Bine. Büst woll bi ’n Putzbüdel ween. De hett di                                   

                        jo de Hoor ganz kott sneden!

Bine:               Jo, un dat is prima! Dor spoor ick ’n Barg Tiet mit.  

                       Nu bruuk ick mi morgens nich mehr so lang kämmen!

Andrea:           Mensch, Bine, büst du ’n Döösbaddel, dor spoorst du bestimmt keen Tiet mit! Nu musst du di doch jeden                                 Dag ok den Hals waschen!

Eine plattdeutsche Geschichte
Plattdeutscher Lesewettbewerb
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